Goldrush City

Beschreibung aus dem
Katalog von Adam spielt
(November 2001)


Tiefe Spuren im Schnee des Gebirgspasses, wild zusammengebaute Städte und der Zug der leichten Mädchen lässt wieder einmal auf einen Goldrausch schließen. Wir halten uns an die sichere Seite, errichten Gebäude in Goldrush City und versuchen als erfolgreichster Baumeister den Posten des Bürgermeisters zu erlangen.
Wer an der Reihe ist, deckt vom Talon der City-Karten solange eine Karte auf, bis mindestens eine Materialladung zur Versteigerung ausliegt; einige der Karten verlangen ein weiteres Nachziehen einer solchen. Dabei können aber auch Banditen, die sich gleich dem Spieler anschließen, oder besondere Ereignisse auftauchen. Hier stecken Indianer die Stadt in Brand, mexikanische Gauner ziehen durch die Stadt etc. Hat sich die Aufregung gelegt, ruft der Hammer des Auktionators zur Versteigerung. Reihum erhöhen die Teilnehmer ihr Gebot (dazu dienen Goldsack-Handkarten), bis nur noch eines steht. Dieser Spieler legt das ersteigerte Material vor sich ab und führt 2 von 5 möglichen Aktionen durch. Er kann eine noch offen ausliegende Baugenehmigung vom Richter erwerben, Dynamitchips abholen, durch Abgabe des entsprechenden Baumaterials Gebäude errichten. Es ist aber auch ein beliebtes Vorgehen, die Banditen in das Spiel zu bringen. Die Ganoven gehen ihrem Handwerk, wie auf den jeweiligen Karten beschrieben, nach, der Betroffene darf sich gegen Raub etc. per Würfelwurf wehren, wobei er um 2 Punkte gegenüber dem Angreifer benachteiligt ist. Ähnlich geht es auch beim Versuch der Abwerbung von Banditen zu.
Der Richter wandert danach zum nächsten Spieler, dieser deckt wieder eine Karte auf und ist mit zwei Aktionen an der Reihe. Hat der Hüter des Rechts seine Runde überstanden, verteilt dieser Gold an die Anwesenden. Wer jedoch schon einen gewissen Wohlstand erreicht hat und entsprechende Gebäude errichten konnte, verdient sein Geld mit diesen. Neid kommt auf, sobald weitere Mitspieler genauso erfolgreich Bauwerke hingestellt haben. Die Goldverteilung entscheidet jetzt ein Wettstreit der Geschäftsleute. Diese laden Goldgräber in ihr Etablissement ein, und solange sie mit dem Kopf nicken, verteilt der Geber weiterhin entsprechende Karten an sie. Ist ein allgemeines Kopfschütteln ausgebrochen, erhält der mit den meisten Besuchern 4 Goldsäcke, die anderen deren 2 und der ein fast leeres Haus vorweist, nur einen der begehrten Beutel. Wer jedoch mehr als 100 Goldgräber in sein Lokal gelassen hat, erlebt einen Krawall, der sich gewaschen hat. Für die anstehende Reparatur geht leider das komplette Vermögen drauf
Ist die vorgegebene Anzahl von Gebäuden errichtet, steht die Punkteverteilung an. Anhand einer kleinen Auflistung ist abzulesen, wie man seine Gebäude am besten als Ensemble errichtet hätte, um möglichst viele Punkte zu kassieren. Wer nach dieser Zählung das größte Punktekonto vorweisen kann, wird Bürgermeister und muss für das anschließende rauschende Fest seine restlichen Goldsäcke opfern.
Goldrush City ist ein Spiel nicht nur für Goldgräher, sondern auch gewiefte Taktiker sind gefragt. Nur wer mit seinem Vermögen nicht gar zu leichtsinnig umgeht, hat Chancen erfolgreich aus dem Wettkampf um den höchsten Posten hervorzugehen, wobei es aber öfters mal erforderlich ist, den Banditen zu zeigen, was ihr Handwerk ist. Alles Planen und Bauen ist aber doch öfters mal gefährdet, sollten wieder Indianer, Mexikanische Gauner oder andere Ereignisse anstehen, die oft nur mit erfolgreichem Würfelwurf abzuwenden sind.