Goldrush City

Rezension aus der Fairplay 58
(Januar 2002)


In Krimsus Krimskrams-Kiste dreht sich dieses Jahr alles um den Wilden Westen. Goldrush City ist im Grunde ein ziemlich mieses Kaff, dennoch versuchen 3-5 Goldgräber durch den Ausbau der Gemeinde möglichst viel Einfluss zu gewinnen, um später dann zu Bürgermeisterehren zu gelangen. Mit Goldsack-Karten werden verschiedene Aktionen bezahlt, City-Karten beinhalten Materialien zum Bau von Gebäuden sowie verschiedene Ereignisse und Banditen. Mit ihren Goldsäcken steigern die Mitspieler um Materialladungen, mit denen sie verschiedene Gebäude errichten können. Für diese Gebäude gibt es am Ende Wahlpunkte und derjenige mit den meisten Wahlpunkten gewinnt das Spiel.
Der Spieler am Zug deckt zunächst solange City-Karten auf, bis mindestens eine Materialladung zur Versteigerung erscheint. Aufgedeckte Ereignisse werden noch vor der Versteigerung ausgeführt, hierbei kann es zum Beispiel vorkommen, dass eine wütende lndianerhorde ganze Stadtteile in Schutt und Asche legt. Banditen darf der Zugspieler sofort an sich nehmen und für diverse illegale Aktionen einsetzen, wie den Diebstahl von Materialien oder die Sprengung gegnerischer Gebäude. Die übriggebliebenen City-Karten werden nun mit den Goldsäcken versteigert. Reihum kann erhöht werden; wer einmal gepasst hat, ist für diese Runde raus. Danach dürfen zwei Aktionen durchgeführt werden, etwa eine Baugenehmigung einstreichen, ein Gebäude bauen, Banditen einsetzen oder von einem Mitspieler abwerben, oder aber Werkzeug- und Dynamitchips einstreichen. Diese liegen offen vor dem Richter (immer der Spieler am Zug) aus und werden unter anderem zum Bau verschiedener Gebäude benötigt. Wenn die passenden Chips nicht mehr da sind, Pech gehabt und abwarten, bis sie wieder ins Spiel kommen.
Erst wenn alle Mitspieler ihren Zug durchgeführt haben, gibt es neue Goldsack-Karten, gewissermaßen das Einkommen aus dem bisher erreichten. Alle Spieler, die noch kein Gebäude der 2-oder 3-Sterne-Kategorie errichten konnten, ziehen einfach 2 neue Karten vom Stapel. Solange nur ein Goldgräber über höherwertige Bauten verfügt, kassiert er automatisch drei neue Goldsäcke; erst wenn andere nachziehen, wird sich um das erhöhte Einkommen geprügelt. Dazu mischt der Startspieler die bislang bedeutungslosen Goldgräber-Karten und verteilt sie reihum an die beteiligten Spieler - solange, bis alle genug haben und passen. Der Spieler mit dem höchsten Gesamtwert an Karten kassiert vier Goldsäcke, der mit dem niedrigsten Wert nur einen - für alle dazwischen gibt es zwei neue Goldsack-Karten. Wer sich jedoch beim Kartenziehen verzockt hat und auf einen Wert von über 100 kommt, geht ganz leer aus. Mit der Goldverteilung endet eine Spielrunde und der neue Startspieler eröffnet die nächste mit dem Aufdecken neuer City-Karten.
Das Spiel endet nach Abschluss der Runde, in der (abhängig von der Spielerzahl) eine bestimmte Anzahl von Gebäuden errichtet wurde. Danach gibt es Wahlpunkte für gebaute Gebäude der 2- und 3-Sterne Kategorie. Je mehr Gebäude einer Sorte ein Spieler sein eigen nennt, umso besser. Und mit dieser Wertung steht auch der neue Bürgermeister von Goldrush City fest, was allerdings durchaus bis zu drei Stunden dauern soll.

(fk)
Scoutnote: 2,8 (20 Nennungen)